Fünf Tage geht der Bahnstreik der Lokführergewerkschaft GDL und ist damit auch der bisher längste. Seit Donnerstag um 2 Uhr nachts müssen Fahrgäste nun mit langen Wartezeiten und Ausfällen rechnen und das noch bis Dienstagfrüh. 

Wartezeiten von 40 Minuten 

Auch wenn die Bahn nicht komplett ausfällt, kommen die Züge gerade einmal im 20 Minuten-Takt, in den Abendstunden kann man sogar gut und gerne einmal bis zu 40 Minuten auf seine Bahn warten, das gilt auch für das kommende Wochenende. Das Angebot der 20 bzw.- 40-Minuten-Taktung gilt jedoch nur da, wo es keine Alternativangebote für Busse oder U-Bahnen gibt.

Bahnstreik: Busse und Bahnen überfüllt 

Auch wenn Busse und U-Bahnen nicht bestreikt werden, kann es durch den Bahnstreik voller werden. In Berlin habe man jedoch eine gute Lösung gefunden, so die Sprecherin der BVG, Petra Nelken. So kenne man die Stellen, an denen mehr Fahrgäste zu erwarten seien und setze dort die größtmöglichen Fahrzeuge ein.

bahn zug verkerhr
Züge kommen in den nächsten Tagen gar nicht oder sehr spät. Credit: IMAGO / imagebroker

So sind laut Petra Nelken besonders die Linien überfüllter, die vom Stadtrand kommen, wie die U-Bahnlinie 5 oder die Straßenbahnen M4 und M6.

Steigt durch den Bahnstreik die Corona-Ansteckung?

Doch wie können im überfüllten Bus die Corona-Maßnahmen wie Abstandsregeln eingehalten werden? Höchstwahrscheinlich gar nicht, so solle man lieber auf den nächsten Bus oder die nächste Bahn warten, als sich in ein überfülltes Fahrzeug zu quetschen. Da die Busse und Bahnen im Fünf-Minuten-Takt fahren, könnte diese Maßnahme eine gute Alternative sein. 

Gutes Wetter entlastet die Busse 

Durch milde Temperaturen und Sonnenschein könnten die Busse und Bahnen entlastet werden, da bei schönem Wetter die meisten Menschen auf das Fahrrad umsteigen und die öffentlichen Verkehrsmittel dadurch weniger überfüllt sind. 

Doch auch die Corona-Situation spielt Bus und Bahn in die Karten, denn mittlerweile fahren rund 30 Prozent weniger Menschen mit öffentlichen Verkehrsmitteln als noch vor der Pandemie.