Nach der WHO hat nun auch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) dem Impfstoff AstraZeneca sein Vertrauen ausgesprochen. Die Vorteile würden weiterhin den Risiken überwiegen.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat dem in die Kritik geratenen Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca erneut ihre Empfehlung ausgesprochen. Somit könnte der hierzulande vorübergehend verhängte Impfstopp des Mittels bald schon wieder aufgehoben werden. In Deutschland hieß es zuletzt, man wolle die Beurteilung der EMA abwarten.

Zuvor hatte auch schon die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Fortsetzung der Impfungen mit AstraZeneca geraten. Die Vorteile würden weiterhin den Risiken überwiegen, so die Begründung sowohl der WHO als auch nun der EMA. Mehrere Länder, darunter Deutschland, hatten die Corona-Impfungen mit dem Vakzin in den vergangenen Tagen gestoppt. Anlass für die Aussetzung waren Berichte über die Bildung von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen nach den Impfungen. Ein EMA-Expertenkomitee habe keine Hinweise gefunden, dass der Impfstoff für eine vermehrte Bildung von Thrombosen verantwortlich sein könnte.

Am kommenden Freitag (19. März) wollen der Bund und die Länder nach dieser Beurteilung der EMA die Situation neu bewerten. Das Bundesgesundheitsministerium hat bereits zuvor angekündigt, der Empfehlung folgen zu wollen.

(stk/spot)