Lockdown Light Konsum
Dank dem Lockdown light sinkt das Konsumklima. (Photo: Vivvi Smak/ istock) Source: Vivvi Smak/ istock

Nicht in Shopping-Laune? Was das bedeutet!

Im November lag die Konsumlaune der Deutschen im Keller. Nun soll sich das Szenario im Dezember wiederholen. Wovor Experten warnen.

Obwohl wir uns jedes Jahr vornehmen, dieses Mal ganz entspannt alle Geschenke zu besorgen, kommt Weihnachten dann doch immer ganz plötzlich. Und so rennen Millionen Deutsche im November und Dezember in die Innenstädte, um alles fürs Fest einzukaufen. Doch dieses Jahr ist alles anders. Denn Corona verdirbt den Deutschen die Konsumlaune.

wmn erklärt, was das genau bedeutet.

Gedrückte Konsumlaune

Der vierwöchige Teil-Lockdown hat sich bereits im November negativ auf das Konsumverhalten der Deutschen ausgewirkt. Doch damit nicht genug. Jetzt wird der Lockdown light auch noch bis Weihnachen verlängert. Und das hat Folgen. Denn Forscher vom GfK gehen davon aus, dass damit auch im Dezember der Konsum sinken wird. 

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Die Hoffnung verloren

Zwar werden die Einzelhandelsgeschäfte weiterhin offen bleiben, "doch die erneute Schließung von Hotellerie, Gastronomie und Veranstaltungsgewerbe treffen ebenso wie der noch immer am Boden liegende Tourismus das Konsumklima schwer", macht der GfK-Konsumforscher Rolf Bürkl deutlich.

Die Händler haben mittlerweile ihre Hoffnung vom Frühsommer verloren, dass sie im Winter ordentlich Umsatz machen, erklärt Bürkl. Problematisch ist auch, dass die Händler nicht auf den Export ihrer Waren setzen können, da auch andere Länder mitten in der Corona-Krise stecken.

Das werden die Folgen sein

Aber es sei auch ein kleiner Teufelskreis entstanden: Die Geschäfte mussten schließen, was die Verbraucher verunsichert und dazu geführt hat, dass sie mehr sparen. Das widerum hat die Einzelhändler noch zusätzlich belastet. Laut des Verbands der Volks- und Raiffeisenbanken legen die Deutschen in der Corona-Krise so viel Geld auf die Kante wie seit 30 Jahren nicht mehr. Selbst in der Finanzkrise 2008/09 hatten sie nicht so viel gespart wie in diesem Jahr.

Sollten die Corona-Fallzahlen nicht sinken und die Konsumlaune der Deutschen nicht zurückkommen, wären die Folgen für den Handel verheerend. So drohen Insolvenzen in der Gastro-, Hotel- und Veranstaltungsbranche. Und: Obwohl der Staat mit Finanzspritzen hilft, warnt Bürkl davor, dass selbst diese keine Insolvenzen verhindern werden.

Wenn sich die Läden nicht mehr über Wasser halten können, werden sie wohl oder übel schließen müsen und damit das Bild, das wir von einer lebendigen Innenstadt kennen, nachhaltig verändern.

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