Laut Studie: Trump hätte 36.000 Leben retten können

Laut einer Studie hätte die Trump-Regierung mit Social Distancing zahlreiche Leben retten können. Was steckt hinter der Untersuchung?

Eine Studie der renommierten Columbia University weist darauf hin, dass die USA zahlreiche Leben gerettet hätte, wenn sie schneller auf das Coronavirus reagiert hätte. Dafür wären frühere Social Distancing Maßnahmen notwendig gewesen.

Studie meint: Social Distancing hätte Leben in den USA gerettet

In einer Studie hat die Universität untersucht, wie sich Social Distancing in den USA auf die Infizierten- und Todeszahlen ausgewirkt hat.

Das Ergebnis: Hätte die US-Regierung die Social Distancing-Regeln auch nur eine oder zwei Wochen schneller eingeführt, wären, so die Studienautoren, zehntausende Leben gerettet worden. Im Detail: Es wären 36.000 Menschen weniger gestorben.

Donald Trump
Hätte Trump mit früheren Social Distancing Maßnahmen Leben retten können?(Photo: imago images/MediaPunch)

In der New York Times erklärte Jeffrey Shaman, der Leiter der Studie: "Es macht einen riesengroßen Unterschied." So gebe es einen Moment, in dem das Virus noch in der Wachstumsphase hätte erwischt werden können. Und weiter: "Der ist sehr kritisch dafür, um die Todeszahlen zu reduzieren".

Insgesamt hätten 84 % der Todesfälle verhindert werden können.

Während hier in Deutschland das öffentliche Leben völlig zurückgefahren wurde und Restaurants schließen mussten sowie Versammlungen verboten wurden, fanden im März in den USA noch Sportveranstaltungen und andere Feiern statt. Die Forscher machen demnach vor allem das langsame Vorgehen der Trump-Regierung dafür verantwortlich, dass sich das Coronavirus so schnell ausgebreitet hat.

Die Ergebnisse der Studie wurde bislang noch nicht von anderen Forschern überprüft.

Und wie reagiert das weiße Haus auf die Anschuldigungen?

Vom weißen Haus werden die Ergebnisse der Studie angezweifelt.

Die Trump-Regierung sieht vor allem China als Hauptschuldigen. Aber auch die WHO ist laut Trump verantwortlich für die Versäumnisse. 

Festeht mittlerweile: Trump spaltet mit seinem Verhalten die Nation. Wie glimpflich er mit seinen Entscheidungen davon kommt, wird sich spätestens in den Wahlergebnissen im November zeigen.

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