Coronavirus zweiter Lockdown
Coronavirus: Wie wahrscheinlich ist ein zweiter Lockdown? (Photo: Rike_/ istock) Source: Rike_/ istock

Corona: Kommt jetzt der zweite Lockdown?

Eigentlich wollten Politik & Wirtschaft keinen zweiten Lockdown. Kommt nun alles anders? wmn klärt auf.

Die Infektionszahlen steigen und damit auch die Angst vor einem zweiten Lockdown.

Doch: Wie wahrscheinlich ist der? Und was würde er überhaupt bringen`wmn gibt einen kurzen Überblick.

Zweiter Lockdown: Nicht mehr ausgeschlossen?

Immer wieder haben Politiker beteuert, dass sie einen neuen flächendeckenden Lockdown vermeiden wollen. 

Aber: Nun warnt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder vor einem zweiten Lockdown. Auf einer Pressekonferenz am Dienstagmittag sagte er, dass ein Lockdown näher rücke, wenn es keinen Ruck gebe. Das Coronavirus sei im Herbst nicht schwächer, weshalb es eine "ernsthafte Reaktion" brauche. Wie die genau aussieht, ist noch unklar.

Am Mittwoch sollen allerdings die Ministerpräsidenten der Länder über mögliche Maßnahmen beraten. Dafür sollen sie in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über die Lage sprechen. Ihr Treffen wird mit absoluter Spannung erwartet. Denn das letzte Mal, dass sich die Ministerpräsidenten wirklich getroffen haben, um über das Coronavirus zu sprechen, war am 12. März!

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Was sind die Vorteile eines zweiten Lockdowns?

Doch nicht jeder lehnt einen Lockdown ab. Die Statistik-Expertin Anita Schöbel beispielsweise geht davon aus, dass der erste Lockdown noch gerade rechtzeitig kam. Aus ihrer Sicht sollten wir deshalb jetzt auch nicht über Lockerungen sprechen, sondern über weitere Einschränkungen.

Bei lokalen Hotspots und lokal überforderten Gesundheitsämtern würde Schöbel einen regionalen Lockdown empfehlen. Sollte die Situation in ganz Deutschland außer Kontrolle raten, wäre ein zeitlich begrenzter, frühzeitiger flächendeckender Lockdown eine Möglichkeit, das Infektionsgeschehen weiter einzudämmen.

Wenn die Situation einen Kippunkt erreiche, wären kurzzeitige Schließungen von Restaurants langfristig die bessere Perspektive. Denn durch einen kurzen, präventiven Lockdown bleibe das Personal gesund und auch die Kunden hätten weniger Angst vor einer Ansteckung. 

Wenn Deutschland nicht schnell genug reagiert, so warnt sie im Redaktionsnetzwerk Deutschland, bedeute dies: "den ganzen Winter über in Angst und Schrecken zu leben und viel mehr Tote, Kranke und an Spätfolgen leidende Menschen zu haben."

Dennoch sind es letztendlich die Ministerpräsidenten, die gemeinsam mit Angela Merkel darüber entscheiden werden, ob ein zweiter Lockdown kommen wird oder nicht. 

Die Ergebnisse aus ihren Beratungsgesprächen werden aber nicht nur wegen diesem Thema erwartet, sondern auch wegen der Regelung zum umstrittenen Beherbergungsverbot sowie der Frage, ob Maskenmuffel höhere Bußgelder zahlen sollten.

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