Corona Impfstoff Verteilung
Corona: Sollten zuerst die jüngeren Personen geimpft werden? (Photo: PeopleImages/ istock) Source: PeopleImages/ istock

Experten: Aus diesem Grund wäre es sinnvoller, zuerst die jüngeren zu impfen

Eigentlich sollen zuerst die Älteren den Corona-Impfstoff erhalten. Doch: Experten weichen jetzt von dieser Empfehlung ab & plädieren für einen anderen Weg.

Den Pharmariesen Biontech und Pfizer ist ein Durchbruch gelungen.

Denn sie haben einen Corona-Impfstoff entwickelt, der laut klinischen Tests sehr wirksam sein soll. Doch der Impfschutz ist nicht mal auf dem Markt, da beginnt schon die Diskussionen über die Verteilung. 

Corona-Impfstoff: Wer soll zuerst geimpft werden?

Experten gehen davon aus, dass die Nachfrage nach dem Impfstoff gegen das Coonavirus gigantisch sein wird. So hoch wie die Nacfrage ist, so schnell kann das Mittel aber gar nicht produziert und verabreicht werden. Was dazu führt, dass nicht jeder sofort geimpft werden kann, sondern die Vaccinen sinnvoll verteilt werden müssen.

Der Deutsche Ethikrat, die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina und die Ständige Impfkommission empfehlen, dass zuerst Alte, Menschen mit Vorerkrankungen sowie Menschen in systemrelevanten Berufen geimpft werden sollen. Die Idee dahinter: So werden zuerst diejenigen geschützt, die das größte Risiko haben, an Covid-19 zu erkranken und zu sterben.

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Der Epidemiologe Timo Ulrichs von der Akkon-Hochschule in Berlin macht im Interview mit Deutschlandfunk nun aber einen Gegenvorschlag. Anstatt der älteren könnten zuerst die jüngeren Menschen geimpft werden.

Der Vorteil dabei: Junge Menschen haben oft mehr Kontakte und damit auch ein höheres Risiko, das Virus zu verbreiten. Wenn man sie zuerst impfen würde, würden dadurch potenzielle Superspreader aus dem Verkehr gezogen werden und so indirekt die Älteren geschützt.

Auch andere Experten schlagen alternative Verteilung des Corona-Impfstoffs vor

Gänzlich allein ist Ulrichs mit seinem Vorschlag nicht. Denn auch eine andere Modellrechnung von ForscherInnen aus Seattle zeigt, dass es sinnvoll sein könnte, zuerst die jungen Menschen zu impfen. Einfach aus dem Grund, weil sie stärker zur Virusausbreitung beitragen.

Laut der ForscherInnen wäre es besser, einen 25-Jährigen zu impfen, der womöglich zehn weitere Personen angesteckt hätte und von denen zwei schwer erkrankt wären – als einen 80-Jährigen zu impfen, der nur eine oder zwei Personen ansteckt, von denen keine krank wird.

Klar ist: Letztlich braucht es noch mehr Informationen zum Corona-Impfstoff. Denn noch weiß man nicht, ob eine einmalige Impfung ausreicht und wie wirksam das Mittel die Älteren schützt.

Wie auch immer eine Verteilung des Corona-Impfstoffs am Ende aussehen mag, diese muss am Ende gut und transparent begründet und von der Mehrheit der Bevölkerung akzeptiert werden.

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Und: Ein Experte plädiert dafür, Geld fürs impfen zu zahlen.


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