Corona Behinderte
Die Corona-Regeln verlangen einiges von uns ab. Von manchen sogar besonders viel. (Photo: tolgart/ istock) Source: tolgart/ istock

Für diese Menschen sind die Corona-Regeln besonders hart!

Die Corona-Regeln schränken unser Leben massiv ein. Doch Menschen mit Behinderung haben es noch mal schwerer.

Es sind schwere Zeiten. Wir dürfen unsere Freunde nicht sehen, müssen Abstand halten, eine Maske tragen, können nicht wie gewohnt zur Arbeit gehen, während eine Schreckensmeldung die nächste jagt oder sich Experten über die richtigen Corona-Regeln streiten.

Doch: So hart diese Einschränkungen für jeden einzelnen von uns sind. Es gibt Menschen, für die die Corona-Krise noch härter ist. Und dazu gehören Menschen mit Behinderung.

Für Menschen mit Behinderung sind die Corona-Regeln besonders schwer

Die Rede ist von Menschen mit Behinderungen. So erklärt Jürgen Dusel, der Bundesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass viele Menschen mit Behinderungen sich noch stärker von ihren Mitmenschen zurückziehen müssen, weil sie zur Corona-Risikogruppe zählen. Doch die Isolation geht nicht an allen spurlos vorbei. Denn manche leiden unter der Situation, sodass psychische Belastungen zunehmen könnten.

Hinzukommt, dass viele Menschen mit Hörbehinderungen auf die Bewegungen des Mundes schauen, um besser zu entschlüsseln, was das Gegenüber sagt. Doch wenn wir alle eine Maske tragen, ist unser Mund bedeckt, sodass die Betroffenen viel schwerer erkennen, was wir da eigentlich sagen. Und auch im Fernsehen werden ständig neue Infos zur Corona-Krise veröffentlicht – doch diese werden oft nicht in Gebärdensprache übersetzt. 

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Aber damit nicht genug. Menschen mit Behinderung brauchen im Alltag oftmals auch Unterstützung. Etwa beim Einkaufen, beim Putzen oder beim Verfassen eines Briefes. Nur gerade in Zeiten der Pandemie haben viele Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Und diejenigen, die den Menschen mit Behinderung sonst helfen, ziehen sich aus diesem Grund selbst zurück und fallen als Helfer aus. 

Es gibt noch ein weiteres Problem 

Längst ist aber nicht nur die Corona-Krise Schuld an vorhandenen Problemen. Auch schon vor der Pandemie gab es erschreckende Zustände. So erklärt Dusel, dass es vor allem Frauen und Kinder mit Behinderung sind, die von Gewalt betroffen sind. Frauen mit Behinderungen seien demnach fast doppelt so häufig Opfer von körperlicher Gewalt als Frauen ohne Behinderungen. 

Und: Bei Kindern mit Behinderungen ist das Risiko sogar drei- bis viermal so hoch, Opfer von Gewalttaten zu werden. Dies seien alles Probleme, die eigentlich verstärkt in den Fokus gerückt werden müssten und keine, die aufgrund der Pandemie über Monate hinweg von der Gesellschaft ignoriert werden dürfen.

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