Hundehalter haben größeres Corona-Risiko
Hundebesitzer haben laut einer Studie ein deutlich erhöhtes Corona-Risiko. (Photo: Unsplash/Humphrey Muleba)

Corona: Warum Hundebesitzer ein fast 80 % höheres Infektions-Risiko haben

Wer hätte gedacht, dass Corona Hundebesitzer häufiger erwischen kann als andere? Laut einer neuen Studie birgt das Gassigehen tatsächlich eine erhöhte Infektionsgefahr. wmn sagt, woran es liegt.

Als Hundebesitzer lebt man besonders gesund. Man ist viel an der frischen Luft, bewegt sich, genießt die Natur. Was stärkt das Immunsystem mehr als das Gassigehen? Tatsächlich soll genau diese Aktivität das Risiko, sich mit Sars-CoV-2 zu infizieren, um 78 % erhöhen. 

Das zumindest ist das Ergebnis einer Studie aus Spanien. Die ForscherInnen untersuchten, wie unterschiedliche Verhaltensweisen die Wahrscheinlichkeit verändern, an dem Coronavirus zu erkranken. Dabei stellten sie fest, dass Corona bei Hundebesitzern häufiger auftreten kann. Wie kann das sein?

Corona: Hundebesitzer erkrankten laut Studie häufiger

Durchgeführt wurde die Studie von ForscherInnen der Universität Granada. Sie befragten insgesamt 2.086 Personen in Spanien, von denen 41 % zwischen 40 und 54 Jahre alt waren.

So wollten sie von den Probanden wissen, was sie während der Pandemie getan hatten und ob sie sich mit dem Coronavirus infiziert hatten. Danach verglichen die WissenschaftlerInnen die Ergebnisse, um herauszufinden, welche Aktivitäten am riskantesten waren.

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Ihre Befragung ergab, dass 4,7 % der Frauen und Männer wissentlich an Corona erkrankt waren – und dass das Leben mit einem Hund, der auch Gassi geführt wird, das Risiko für eine Covid-19-Infektion um 78 Prozent erhöhe. "Die Ergebnisse unserer Forschung warnen vor einer erhöhten Ansteckung unter Hundebesitzern", erklärte Professor Cristina Sánchez González in der Studie.

Wie kommt das Virus vom Hund zum Besitzer?

Das Forscher-Team vermutet, dass sich Hunde das Coronavirus einfangen und verbreiten. Auch sei es möglich, dass sie kontaminierte Oberflächen in der Öffentlichkeit berühren und dann ihren Besitzern nahe kommen.

Doch was können Hundebesitzer nun tun? Viel bleibt ihnen laut Rofessor Sánchez González nicht übrig: „Inmitten einer Pandemie und ohne wirksame Behandlung oder Impfung sind vorbeugende Hygienemaßnahmen die einzige Rettung. Und diese Maßnahmen sollten auch bei Hunden angewendet werden, die laut unserer Studie direkt oder indirekt das Risiko einer Ansteckung mit dem Virus erhöhen.“

Büro arbeit männer computer masken tragen
Im Büro Masken zu tragen ist bereits Alltag. Trotzdem ist die Corona-Gefahr nicht immer direkt gebannt.(Photo: istock.com/ozgurdonmaz)

Auch diese Aktivitäten sind laut Studie riskant

Doch die Studie kommt noch zu weiteren Ergebnissen. Nicht nur Hundebesitzer leben gefährlich. Auch das Bestellen von Lebensmitteln erhöht das Risiko einer Coronainfektion um unglaubliche 94 Prozent. Das Arbeiten im Büro birgt ebenfalls eine Gefahr. 76 % höher liegt hier das Corona-Risiko, wenn man nicht zuhause arbeitet. Vergleichsweise geringer ist die Gefahr, sich von einem Covid-19-positiven Mitbewohner anzustecken. Gerade einmal 60 % Risiko haben die ForscherInnen hier errechnet.

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